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Archäologische
Fundstücke von europäischer Bedeutung, gefunden
im Kanton Bern
Wie kein anderer Kanton der Schweiz
verfügt Bern über ein reiches Spektrum an archäologischen
Funden. Erstmals vereinen das Historische Museum und der
Archäologische Dienst des Kantons Bern ihre wertvollsten
Schätze. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung
von der Altsteinzeit bis zur Eroberung des Alpenraumes
durch die Römer im Jahre 15 v. Chr.
Tausendfünfhundert Originale beleuchten die wichtigsten
vorgeschichtlichen Epochen. Die kostbaren Grabbeigaben
aus dem Grab eines bronzezeitlichen Anführers aus
Thun zählen zu den herausragendsten Stücken.
Die Hydria von Grächwil das spektakuläre
griechische Importstück aus dem 6. Jh. v. Chr. wurde
in einem Grabhügel bei Bern entdeckt bildet
einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Qualitätvoll
sind auch die Funde der römischen Zivilisation. Für
Bern von besonderer Bedeutung ist die geheimnisvolle Bronzefigur
der Bärengöttin Dea Artio. Gestiftet hat sie
eine der ersten namentlich bekannten Bernerinnen, Licinia
Sabinilla. |
| Der
aufwändig gearbeitete hölzerne Kamm aus Schneeballholz
(um 2700 v.Chr.) aus der Bieler Seeufersiedlung von Sutz-Lattrigen
steht für Läuse und Läusejagd in der Steinzeit
und ist ein Zeugnis von der Eitelkeit und Körperpflege
der Pfahlbauer. |
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Prunkgefäss aus Bronze (um 570 v.Chr.) mit der berühmten
Darstellung der «Herrin der Tiere». Die sogenannte
«Hydria von Grächwil» kam 1851 beim Ausgraben
eines frühkeltischen Grabhügels in Grächwil
bei Meikirch zum Vorschein. Sie stammt aus einer Werkstatt
in Tarent, einer griechischen Koloniestadt in Unteritalien.
Sie ist eines der schönsten und bekanntesten Zeugnisse
antiker Kunst, das nördlich der Alpen gefunden worden
ist. |
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Pferdefigur aus Ton. In keltisch-römischer Zeit war
die Engehalbinsel eine grosse, wirtschaftlich blühende
Siedlung. Archäologen fanden die Reste von Töpfereien,
öffentliche Bäder, Tempelanlagen und sogar eine
kleine Arena. Zur Siedlung gehörte auch ein Friedhof
auf dem heutigen Rossfeld. Das kleine Pferdchen aus Ton
(um 100 n.Chr.) gelangte dort als Beigabe für das
Jenseits in ein Grab. |
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Aus römischer Zeit stammt die Dea Artio, eine der
bekanntesten und zugleich geheimnisvollsten Statuettengruppe.(um
200 n.Chr.) Lange bevor der Bär zum Wappentier von
Bern wurde, kannte und verehrte die hiesige Bevölkerung
eine Bärengöttin mit Namen Artio. Dargestellt
ist die Göttin sowohl in Tier- als auch in Menschengestalt.
Keltische und römische Religionsinhalte wurden so
vereint. |
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