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Spitzenstücke
aus der Ethnographischen Sammlung sind erstmals der Öffentlichkeit
zugänglich
Eine bedeutende Auswahl von profanen und sakralen Kunstschätzen
aus Indien, China, Japan, Tibet, Südostasien und
Ozeanien führt zu den Weltbildern von Hinduismus,
Buddhismus und Ahnenkult. Die Ausstellung spannt einen
Bogen von Indien bis Hawaii und veranschaulicht, wie im
Laufe der Jahrhunderte auf Handelswegen nicht nur Güter
ausgetauscht und verbreitet wurden, sondern auch Wissen
und Überzeugungen in Bewegung waren. Sakrale Skulpturen
von höchster Ausdruckskraft, wertvolle japanische
Stellschirme und Lackarbeiten sowie der berühmte
Federmantel aus Hawaii, eine aus tausenden von Vogelfederchen
zusammengenähte Zeremonialrobe für einen Häuptling
bilden die Höhepunkte der Ausstellung. |
| Der
frühe Buddhismus kannte kein Bildnis Buddhas. Erst
nach der Zeitenwende entwickelte sich die Darstellung
des Religionsstifters in den beiden Kunstzentren Gandhara
und Mathura und brachte den Gläubigen den Erleuchteten
in eindrucksvoller menschlicher Gestalt näher. Der
graeco-indische Stil dieses frühen Beispiels aus
Gandhara (1. - 4. Jh.) verbindet asiatische Weltanschauung
und hellenistisches Menschenbild. |
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Die Seidenmalereien auf diesem japanischen Stellschirm
aus dem 17. Jahrhundert bilden eine Szene aus dem berühmten
Roman Genji Monogatari ab, welcher um 1020 von einer Dame
des kaiserlichen Hofes geschrieben wurde. Das Meisterwerk
der japanischen Literatur beschreibt die Abenteuer des
galanten Prinzen Genji und ist seit Jahrhunderten eine
Quelle der künstlerischen Inspiration. |
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Aus Indonesien stammt diese Ahnenstatue. Derartige Statuen
(adu), von Fachleuten geschnitzt, zeugen von der Vorstellung,
dass die Seele eines verstorbenen Verwandten in ihrem
Bildnis weiterlebt und das Leben der Nachkommen beeinflusst.
Den Ahnenbildern bringt man Opfer dar, um die Seelen der
Toten gütig zu stimmen und damit das Wohlergehen
der Gesellschaft zu sichern. |
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Tausende von roten und gelben Vogelfedern bedecken diesen
Häuptlingsornat aus Hawaii. Das prächtige Gewand
war ein Symbol für die Macht seines adligen Besitzers
und gehörte zu den kostbarsten Objekten der Insulaner.
Der Federmantel wurde vom Berner Johann Wäber erworben,
der Kapitän Cook auf der dritten Expedition in die
Südsee (1776-1780) als Zeichner und Maler begleitete. |
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