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Der keltische Ring Schmuck als
Zier und Zeichen
Die Helvetier, ein keltischer Volksstamm, bewohnte um 50 v.
Chr. das schweizerische Mittelland. Aber schon vorher lebten
hier Kelten. Archäologische Zeugnisse finden sich in
und um Bern in zahlreichen Gräbern aus dem 1. Jahrtausend
v. Chr.
Der am Körper und am Kleid getragene Schmuck diente nicht
nur zur Zierde. Er war auch ein Zeichen für die Stellung
und den Rang der Trägerin. Zudem konnte er mit magischen
Kräften besetzt sein.
Einmalig schöne Stücke und nördlich der Alpen
ohne Beispiel sind zwei kleine Goldgeschmeide des 6. Jh. v.
Chr. aus Grabhügeln von Ins und Jegenstorf. Sie sind
von etruskischen Vorbildern inspiriert. Gewandhaften, Ringschmuck
und Anhänger in vielfältigster Form stammen aus
den zahlreichen Gräbern aus dem Kanton Bern zwischen
dem 5. und 2. Jh. v. Chr. Sie geben Zeugnis ab nicht nur für
die Kreativität der Hersteller, sondern auch für
den Stolz und die Freude der Trägerinnen. Gold, Silber,
Bronze und Glas wurden zu schlichten und üppigen, einfarbigen
und bunten Kostbarkeiten verarbeitet. Anhand der Gewandhaften
ist es sogar möglich, die Kleidung der Keltinnen zu rekonstruieren.
Zu ihrer Veranschaulichung wurden in der Ausstellung lebensechte
Figuren gezeigt.
Alle die gezeigten Kostbarkeiten sind nach der Ausstellung
wieder im Museumsdepot verschwunden und darauf warten, dass
das Historische Museum Bern einen Erweiterungsbau erhält.
Katalog: Band 1 in der Reihe «Glanzlichter» des
Bernischen Historischen Museums: «Das keltische Schatzkästlein.
Schmuck als Zier und Zeichen» CHF 22..
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