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South Meets West –
Aktuelle afrikanische Kunst in Bern

Die verschiedensten Einflüsse (Ende der Apartheid, Globalisierung, internationale Vernetzung, Nomadisierung der Kunst) haben in den neunziger Jahren dazu geführt, dass Afrika und seine zeitgenössische Kunst nicht mehr marginal aufgefasst werden können. Mit Gewissheit wird sie im 21. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der internationalen Szene spielen. South Meets West vereinte die interessantesten Künstlerinnen und Künstler aus dem südlichen Afrika und Westafrika, zwei der kulturell aktivsten Regionen dieses Kontinents, die beide seit den 90er Jahren zwar eine Biennale durchführen (Dakar und Johannesburg), einander aber immer noch weitgehend ignorieren. Der zweideutige Ausstellungstitel weist aber auch auf den Zusammenprall afrikanischer mit westlicher Kultur hin. Entgegen dem traditionellen imperialistischen Verständnis spielt hier nunmehr der Süden die aktive Rolle! Afrikanische KünstlerInnen geben zur Zeit unserer durch Formalismen geprägten Szene durch ihr beeindruckendes politisches, soziales und persönliches Engagement wichtige Impulse. Sie leben heute in London, Amsterdam, Paris, Brüssel, usw. oder unternehmen längere Reisen in alle Kontinente. Sie sind die eigentlichen internationalen («globalen») Künstler, haben South Meets West in ihre alltägliche Lebensweise und Mentalität integriert und trotzdem ihre Wurzeln nicht vergessen. Beteiligte Künster/innen: Jane Alexander, Goddy Leye, Zwelethu Mthethwa, Tracey Rose, Yinka Shonibare, Pascale Marthine Tayou, Yacouba Touré, Minette Vári, Dominique Zinkpe. Die Ausstellung fand in der Kunsthalle und im benachbarten Historischen Museum statt.