|
<<
zurück
Bildersturm Wahnsinn oder Gottes
Wille?
Seit den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts spaltete die
Reformation das westliche Europa in zwei Lager: Die Katholiken
hielten am traditionellen Bilderkult fest, die Reformatoren
waren dagegen.
Es kam zum Bildersturm, dem grössten Kulturkrieg, den
Europa je erlebt hat. Doch nicht alle Bilder sind untergegangen:
Die Ausstellung «Bildersturm» vereint mehr als
300 Sakralgegenstände und Kultzeugnisse aus der Schweiz,
aus Deutschland, Italien, Frankreich und den Niederlanden
Kunstschätze, welche die Zerstörungswellen
zwischen 1520 und 1600 überdauert haben.
Die Ausstellung zeigte auf einer Fläche von 1500m2 die
Situation der Kirche im ausgehenden Mittelalter und veranschaulicht
mit spektakulären Inszenierungen das Aufeinanderprallen
mittelalterlicher Bildfrömmigkeit und reformatorischer
Bibelstrenge.
Im Mittelpunkt stand der einzigartige Berner Skulpturenfund,
der 14 Jahre nach seiner Bergung erstmals vollständig
der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Ein Ausblick auf die jüngere und jüngste Vergangenheit
machte deutlich, wie Zorn und Hass von Bilderstürmern
bis heute politische Umwälzungen begleiten.
Der Katalog zur Ausstellung ist vergriffen
Bildersturm Wahnsinn oder Gottes Wille?
Hsg: Cécile Dupeux, Peter Jezler, Jean Wirth in Zusammenarbeit
mit Gabriele Keck, Christian von Burg, Susan Marti, 460 Seiten
mit über 700 Abbildungen, gebunden, CHF 62..
Es hatten der Ausstellung ihr hohes Patronat verliehen:
Ruth Dreifuss, Bundesrätin
Catherine Tasca, Kulturministerin von Frankreich
Walter Schwimmer, Generalsekretär des Europarats
Die Ausstellung wurde unterstützt von:
APG Allgemeine Plakatgesellschaft, Der Bund, SRG SSR idée
suisse, Die Mobiliar, Valiant Banken
PRO HELVETIA Schweizer Kulturstiftung, Stanley Thomas
Johnson Stiftung, SEVA/Lotteriefonds Kanton Bern,
Ambassade de France en Suisse
|