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Ein «Museumsschloss»
Das Historische Museum Bern wurde 1894
vom Architekten André Lambert errichtet. Das Gebäude
war ursprünglich als «Landesmuseum» konzipiert.
Der Neuenburger Architekt griff für seinen Entwurf nicht
nur Bauformen des 15. und 16. Jh. auf, sondern nahm auch verschiedene
historische Schlösser zum Vorbild, die im Bau deutlich
wieder zu erkennen sind. Der historistische Baustil soll auch
an die Zeit erinnern, aus der die wichtigsten Sammlungen des
Hauses stammen.
Nach der Wahl Zürichs zum Standort
des Landesmuseums wurde vom ursprünglichen «Entwurf
zu einem National-Museum Bern» schliesslich nur das
Hauptgebäude ausgeführt. Es beherbergt heute das
zweitgrösste historische Museum der Schweiz, das unter
einem Dach eine der wichtigsten völkerkundlichen Sammlungen
des Landes mit den bernischen historischen Sammlungen von
der Urgeschichte bis zur Gegenwart vereinigt. Der Bestand
umfasst etwa 250'000 Objekte. Die Burgunderteppiche, das Königsfelder
Diptychon, die Hydria von Grächwil, aber auch eine Reihe
von Ethnographica und Numismatica geniessen Weltrang.
Das Historische Museum Bern wird von Kanton,
Stadt und Burgergemeinde getragen und geniesst die Unterstützung
durch die Regionale Kulturkonferenz der Agglomerationsgemeinden.
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